Digitalisierung & KI-Projekte fördern lassen
Für Digitalisierung und KI gibt es im Mittelstand nach wie vor Fördermittel — aber die Landschaft hat sich 2026 spürbar ausgedünnt. Dieser Leitfaden zeigt, welche Programme heute noch verfügbar sind, wie viel sie bringen, worauf es beim Antrag ankommt und welche bekannten Programme ausgelaufen sind. Am Ende können Sie mit einem kostenlosen Fördercheck in 60 Sekunden einordnen, was für Ihr Vorhaben in Frage kommt.
Stand: Juli 2026 — keine Rechts- oder Förderberatung
Der Digitalbonus Bayern ist das zentrale Zuschussprogramm für kleine und mittlere Unternehmen mit Betriebsstätte in Bayern. Er läuft nach aktuellem Stand bis zum 31. Dezember 2027 und wird über die zuständige Bezirksregierung beantragt. Für die Antragstellung ist ein ELSTER-Unternehmenskonto erforderlich.
Es gibt zwei Varianten. Der Digitalbonus Standard fördert digitale Vorhaben mit bis zu 7.500 € Zuschuss. Der Digitalbonus Plus richtet sich an Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt oder erhöhtem Sicherheitsbezug und fördert bis zu 30.000 €. In beiden Fällen liegt die Förderquote bei maximal 50 % der förderfähigen Ausgaben, das Mindestvolumen bei 4.000 €.
Klarstellung, weil in Sekundärquellen häufig falsch: Der Höchstbetrag beim Plus ist 30.000 €, nicht 50.000 €. Standard und Plus lassen sich außerdem nicht für dieselbe Maßnahme kombinieren (Kumulierungsverbot).
Ja. KI und „intelligente Datenanalyse" sind im Digitalbonus ausdrücklich als förderfähige Vorhaben genannt — ebenso Digitalisierung von Prozessen und die Verbesserung der IT-Sicherheit. Nicht gefördert werden dagegen Standardsoftware von der Stange, reine Hardware (mit Ausnahme von Robotik und IT-Sicherheit) sowie reine Ersatzbeschaffungen.
Der häufigste und teuerste Fehler: zu früh bestellen. Sobald Sie vor der Bewilligung (bzw. vor der Eingangsbestätigung) einen verbindlichen Auftrag erteilen, gilt das Vorhaben als „begonnen" — und die Förderung ist verloren. Warten Sie deshalb immer die Eingangsbestätigung ab, bevor Sie unterschreiben.
Geht es nicht um eine Software-Umsetzung, sondern um Beratung — etwa eine KI-Potenzialanalyse oder ein Digitalisierungskonzept — greift die BAFA-„Förderung unternehmerischen Know-hows".
Die Förderung läuft über beim BAFA gelistete Beratungsunternehmen. Sie eignet sich gut, um ein Vorhaben sauber vorzubereiten, bevor Sie über den Digitalbonus in die Umsetzung gehen.
Einige bekannte Bundesprogramme gibt es nicht mehr — sie tauchen aber weiter in älteren Ratgebern auf. Planen Sie damit nicht mehr:
Die European Digital Innovation Hubs (EDIHs) beraten kostenlos nach dem Prinzip „Test before invest" — inklusive KI-Fokus. Das Netz wurde im Oktober 2025 auf 83 Hubs erneuert, drei davon in Bayern. Ergänzend gibt es rund 30 Mittelstand-Digital Zentren, ebenfalls kostenfrei. Ideal, um ein KI-Vorhaben zu testen, bevor Sie investieren.
Für größere Digitalisierungs- und KI-Vorhaben bietet die KfW den ERP-Förderkredit Digitalisierung und Innovation (Programme 511/512). Das ist ein zinsgünstiger Kredit, kein Zuschuss, und wird über die Hausbank beantragt. KI-Vorhaben sind förderfähig; seit 2026 ist der frühere Mindestbetrag entfallen. Sinnvoll, wenn das Volumen den Rahmen der Zuschussprogramme übersteigt.
Wollen Sie Mitarbeitende zu KI qualifizieren, kann das Qualifizierungschancengesetz greifen: Je nach Betriebsgröße werden bis zu 100 % der Lehrgangskosten übernommen. Antrag über die Agentur für Arbeit.
In Österreich ist KMU.DIGITAL das naheliegende Programm: Es fördert Beratung (Statusanalyse und Umsetzung) mit Zuschüssen im Bereich bis rund 8.000 €. Für größere oder forschungsnahe Vorhaben kommen aws und FFG in Frage, für KI speziell die Initiative AI Mission Austria.
Die Schweiz fördert kompakter und ohne flächendeckende Zuschüsse. Zentral ist Innosuisse für Innovationsprojekte, ergänzt durch die kantonale Wirtschaftsförderung, die je nach Kanton unterschiedliche Instrumente bereithält. Ein Blick auf das Standortkanton-Angebot lohnt sich.
Ich biete eine KI-Potenzial- & Compliance-Analyse zum Festpreis von 7.500 € an — eine strukturierte Standortbestimmung, die aufzeigt, wo KI in Ihrem Unternehmen konkret Nutzen stiftet und was der AI Act für Sie bedeutet. Der Festpreis ist bei einer anschließenden Umsetzung anrechenbar.
Als reine Beratungsleistung kann eine solche Analyse über die BAFA-Förderung bezuschusst werden (bis zu 1.750 € je Beratung in den alten Bundesländern). Ist die Analyse Teil eines förderfähigen Umsetzungsvorhabens, kann stattdessen der Digitalbonus greifen. Ob das im Einzelfall zutrifft, kann förderfähig sein — die verbindliche Prüfung erfolgt immer durch die Bewilligungsstelle. Gern ordnen wir gemeinsam ein, welcher Weg für Ihr Vorhaben passt.
Zur KI-Potenzial- & Compliance-AnalyseKeine Förderzusage. Ob eine Beratung oder ein Vorhaben förderfähig ist, entscheidet die jeweilige Bewilligungsstelle im Einzelfall.
Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erhalten Sie sofort eine unverbindliche Orientierung, welche Förderwege passen. Kein Download nötig — Sie schalten den Check direkt hier frei.
Der Digitalbonus Bayern fördert mit maximal 50 % der förderfähigen Ausgaben. Beim Standard sind das bis zu 7.500 €, beim Plus (bei besonderem Innovationsgehalt) bis zu 30.000 €. Das Mindestvolumen liegt bei 4.000 €, und das Programm läuft nach aktuellem Stand bis zum 31.12.2027. In Sekundärquellen kursiert oft 50.000 € — der korrekte Höchstbetrag beim Plus ist 30.000 €.
Ja. KI und intelligente Datenanalyse sind ausdrücklich als förderfähige Vorhaben genannt. Voraussetzung sind unter anderem die KMU-Kriterien, eine Betriebsstätte in Bayern und dass es sich nicht um Standardsoftware, reine Hardware oder eine Ersatzbeschaffung handelt. Die Prüfung erfolgt im Einzelfall durch die Bewilligungsstelle.
Ja, und das ist die häufigste Fehlerquelle. Beim Digitalbonus gilt: erst den Antrag stellen und die Eingangsbestätigung abwarten, dann den Auftrag erteilen. Eine verbindliche Bestellung vor der Bewilligung führt dazu, dass das Vorhaben als begonnen gilt — die Förderung ist dann verloren.
Nein. go-digital ist Ende 2024 ausgelaufen, ebenso Digital Jetzt (Ende 2023, Portal seit 31.03.2026 abgeschaltet). go-inno gilt offiziell als ausgelaufen. Als aktive Alternativen bleiben regionale Digitalboni, die BAFA-Beratungsförderung, KfW-Förderkredite sowie die kostenlosen EDIHs und Mittelstand-Digital Zentren.
Reine Beratungsleistungen lassen sich über die BAFA-Förderung unternehmerischen Know-hows bezuschussen: Bemessungsgrundlage 3.500 €, in den alten Bundesländern 50 % Zuschuss, also bis zu 1.750 € je Beratung, gesichert bis 31.12.2026. Umsetzungsprojekte mit Software laufen eher über den Digitalbonus. Zusätzlich beraten EDIHs und Mittelstand-Digital Zentren kostenlos.
Alle Angaben wurden am 06.07.2026 verifiziert. Förderprogramme ändern sich laufend — Beträge, Fristen und Bedingungen können sich kurzfristig verschieben. Maßgeblich sind ausschließlich die Bewilligungsstellen und die offiziellen Programmseiten (Digitalbonus Bayern, BAFA, KfW, EDIH). Dieser Leitfaden ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Förderberatung.
Ich helfe Ihnen, ein KI- oder Digitalisierungsvorhaben so aufzusetzen, dass die Förderung passt — von der Antragslogik bis zur Umsetzung. Pragmatisch, auf Deutsch, ohne Hype.
Viele Vorhaben im Mittelstand sind förderfähig — die verbindliche Prüfung erfolgt im Einzelfall durch die Bewilligungsstelle.
Oder starten Sie mit einer strukturierten Standortbestimmung.
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